Lokalderby beim ASV Dachau!
Die Tabelle gibt noch nicht viel her. Der ASV hat erst ein Spiel und die Grafinger deren drei in der noch jungen Saison absolviert.
Eines ist klar - es wird ein heißer Tanz für beide Teams.
Nach dem emotionalen Heimspielwochenende wartet auf die Bundesliga-Volleyballer des TSV Grafing am kommenden Wochenende eine besondere Herausforderung. Am Samstag, 3. Oktober, um 19 Uhr tritt das Team von Trainer Max Krumbholz beim Erstligaabsteiger ASV Dachau zum Lokalderby in der 2. Bundesliga Süd an. Gespielt wird in der „Alten Dame“, der Georg-Scherer-Halle.
Die Begegnung verspricht traditionell viel Intensität und Emotion. Beide Vereine haben eine lange Volleyballgeschichte und dürften zu den ältesten Volleyballclubs in Deutschland zählen – Grafing seit 1969 und der ASV Dachau seit 1972. Beide Teams verbindet viel miteinander. Die Spieler kennen sich größtenteils bereits seit der Jugend, und die regionale Nähe sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.
„Wir erwarten ein heißes Match. In einem Derby zählen viele Dinge, die über die reine sportliche Qualität hinausgehen. Wir müssen von Beginn an präsent sein, konzentriert spielen und als Mannschaft dagegenhalten“, blickt Grafings Trainer Max Krumbholz auf die Partie.
Aktuell können beide Trainer auf die Tiefe ihrer Kader zurückgreifen. Im Grafinger Fighting Bayrisch Team fehlt studienbedingt Zuspieler Felix Gärtner. Dafür meldete sich Matti Burmann nach seiner Verletzung wieder zurück.
Der ASV konnte nach seinem wirtschaftlich bedingten Rückzug aus der 1. Bundesliga wichtige Spieler wie Luca Russelmann, Tobias Besenböck und Luca Schwarz halten. Vom Erstligisten TSV Unterhaching kehrte mit Patrick Rupprecht zudem ein weiterer Leistungsträger zu seinem Heimatverein zurück.
Doch auch die Bärenstädter zeichnen sich neben ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit für eine hohe Qualität im Kader aus.
Für Volleyball Grafing steht das Derby zugleich im Zeichen der Trauer. Der Grafinger Erste Bürgermeister Christian Bauer ist am Dienstag völlig unerwartet verstorben. Bauer war bei den Heimspielen der Grafinger Volleyballer stets ein gern gesehener Gast und dem Verein eng verbunden. Zum Zeichen der Trauer und des Respekts wird die Grafinger Mannschaft am Samstag mit einem Trauerflor auflaufen. Die Gedanken des gesamten Teams gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen Menschen, die ihm nahestanden.
Sportlich wartet auf die Grafinger nach dem Lokalderby eine außergewöhnliche Belastung. Unmittelbar nach der Begegnung in Dachau macht sich die Mannschaft auf den Weg nach Thüringen. Bereits am Sonntag, 4. Oktober, um 16 Uhr steht in Gotha das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm.
Die kurze Regenerationszeit und die lange Fahrt stellen dabei eine zusätzliche Herausforderung dar. Besonders die unterschiedlichen Rahmenbedingungen sorgen für Gesprächsstoff:
„Eine optimale Vorbereitung auf ein Spiel sieht anders aus, und von gleichen Wettkampfbedingungen kann hier nicht die Rede sein. Zumal Gotha am Vorabend ebenfalls zu Hause gegen die YoungStars Friedrichshafen antreten darf. Aber das Fighting-Bayrisch-Team wird diese Herausforderung meistern und daran wachsen“, so ist sich Teammanager Marcus Bohle mit Blick auf das intensive Wochenende sicher.
Für die Grafinger geht es damit innerhalb von weniger als 24 Stunden um zwei wichtige Auswärtspartien. Umso mehr setzt die Mannschaft auf die Unterstützung ihrer Fans – vor Allem beim Lokalderby in Dachau.
Fighting Bayrisch – Volleyball Grafing!
Wer nicht vor Ort sein kann, dem sei der Livestream über Dyn empfohlen.



