Habediehre

Das Heimspielwochenende der Grafinger war von Abschied und Emotion geprägt. Und auch sportlich konnten die Hausherren mit dem Sieg gegen Leipzig überzeugen.



Am Samstagabend konnten Grafings Volleyballer gegen starke Delitzscher keine Punkte holen. Nach einem schlechten ersten Satz (16:25) hat das Grafinger Team Charakter gezeigt und sich zurück in die Partie gekämpft. Nur jeweils kleine Schwächephasen zu Beginn des dritten und vierten Durchgangs hat starken Gästen gereicht, um Grafing auf Abstand zu bringen und schlussendlich verdient mit 1:3 (16:25, 25:19, 22:25, 22:25) zu gewinnen. Viel Lob gab es vom gegnerischen Coach Benedikt Bauer: "Das sind super Jungs, die brauchen noch ein bisschen Zeit - haben aber großes Potential."

Nach der Partie wurden die amtierenden Meister verabschiedet. Die Ehrung wurde oft verschoben - aber auch diesmal machte Corona den Verantwortlichen einen Strich durch die Planung. "Natürlich wäre eine volle Halle dem Erfolg und der langjährigen Vereinstreue der Spieler angemessen, aber daran ist aktuell ja leider nicht zu denken.", meint Grafings Teammanager Johannes Oswald und bedankt sich auch an dieser Stelle bei den Spielern und dem Betreuerteam. Es ist das Ende einer Ära - einer sehr erfolgreichen. Grafing konnte in diesem Jahr die zweite Bundesligameisterschaft der Abteilungsgeschichte feiern.

Nach gemeinsamem Pizzaessen der aktuellen Mannschaft mit den Meistern begann die Vorbereitung auf das wichtige Sonntagsspiel gegen die nächsten Sachsen.

Am Sonntagnachmittag kam es zum Duell mit den L.E. Volleys aus Leipzig. Es war ein spannendes und enges Duell zweier junger Mannschaften. Die ersten beiden Durchgänge dauerten jeweils 29 Minuten und nach einer Stunde stand es nach 23:25 und 25:21 1:1. Im dritten Satz hatten beide Teams mehrfach Satzbälle und nach weiteren 39 Minuten ging Leipzig durch das 29:31 in Führung. Die Erfahrung das lange Sätze immer an den Gegner gehen, konnte Grafings diesmal abschütteln und steckte nicht auf - das Team hat die richtige Reaktion gezeigt. Im vierten Satz konnten die Hausherren einen Vorsprung erspielen und ließen nicht locker. Doch plötzlich bei 23:21 gab es einen Schockmoment. Zuspieler Jannik Birkholz sackte nach einer Blockaktion zusammen und musste verletzt runter, nach erster Diagnose ist das Sprunggelenk lädiert und er wird in den nächsten Partien fehlen. Das junge Grafinger Team ließ sich aber auch dadurch nicht verunsichern. Durch das wichtige 25:22 sicherten sich die Hausherren in den Tie-Break. Dieser blieb bis zum Seitenwechsel bei 8:7 ausgeglichen, doch dann fand Grafing in den entscheidenden Momenten die richtigen Lösungen und erspielte sich Punkt für Punkt. Mit 15:10 wurde der entscheidende Satz gesichert und damit der insgesamt dritte Saisonsieg eingefahren - wichtig fürs Selbstvertrauen. Am kommenden Wochenende geht es zum Tabellenzweiten TV/DJK Hammelburg, bevor am 04.12. der TSV Mühldorf zum Derby in die Jahnsporthalle kommt.