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Grafing unterliegt auch in Gotha

vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit

Volleyball Grafing verliert nach der 0:3-Niederlage im Dachauer Derby auch bei den Blue Volleys Gotha mit 0:3


Ein intensives und außergewöhnliches Auswärtswochenende endet für die Bundesliga-Volleyballer von Volleyball Grafing mit zwei Niederlagen. Nach dem 0:3 am Samstagabend beim ASV Dachau musste sich das Team von Trainer Max Krumbholz am Sonntagnachmittag auch bei den Blue Volleys Gotha mit 0:3 (21:25, 16:25, 19:25) geschlagen geben.


Dabei waren die Rahmenbedingungen für die Grafinger alles andere als einfach. Unmittelbar nach dem Lokalderby in Dachau machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Thüringen. Während der Zwischenübernachtung in einem Nürnberger Hotel wurde das Team zudem bestohlen. Die bereits kurze Regenerationszeit, die lange Anreise und die zusätzlichen Belastungen machten die Aufgabe beim amtierenden gesamtdeutschen Zweitliga-Meister noch schwieriger.


Trotz dieser Umstände starteten die Grafinger konzentriert in die Partie. Bis zur Satzmitte hielt das junge Fighting-Bayrisch-Team gegen die druckvoll auftretenden Gastgeber gut dagegen. Mit gefährlichen Aufschlägen und einer beweglichen Feldabwehr gelang es den Grafingern immer wieder, die Gothaer vor Probleme zu stellen.


Ab Mitte des ersten Satzes konnten sich die Gastgeber jedoch zunehmend absetzen. Gotha erhöhte den Druck im Aufschlag und Angriff, stand stabil im Block und nutzte die eigenen Chancen konsequent. Aus einem 10:8 wurde eine 20:12-Führung. Zwar kämpften sich die Grafinger noch einmal auf 17:22 heran, doch Gotha brachte den Satz mit 25:21 nach Hause.


Grafing hält dagegen – Gotha zieht davon


Auch im zweiten Durchgang erwischten die Grafinger den besseren Start und gingen beim 1:0 erstmals in der Partie in Führung. Vor allem die Aufschläge von Zuspieler Tim Aust, Juro Petrusic und Lennart Wendt setzten die Gothaer Annahme unter Druck. Bis zum 11:11 blieb die Begegnung ausgeglichen, zwischenzeitlich konnten die Grafinger sogar mehrfach vorlegen.


Dann folgte erneut eine starke Phase der Gastgeber. Gotha erhöhte den Druck, während sich bei den Grafingern zunehmend Fehler einschlichen. Beim Stand von 18:12 hatten sich die Blue Volleys einen entscheidenden Vorsprung erarbeitet. Am Ende ging auch der zweite Satz mit 25:16 an die Gastgeber.


Im dritten Durchgang mobilisierten die Grafinger noch einmal alle Kräfte, um der Partie eine Wende zu geben. Bis zum 11:11 gelang dies auch. Danach machte sich jedoch zunehmend bemerkbar, dass das Team erst am Vorabend ein intensives Derby in Dachau bestritten und anschließend die lange Fahrt nach Thüringen zurückgelegt hatte.


Gotha spielte die Partie routiniert zu Ende. Die Gastgeber agierten weiterhin druckvoll im Angriff, stabil im Block und nahezu fehlerfrei in Annahme und Feldabwehr. Die Grafinger kämpften bis zum Schluss, konnten den Spielverlauf aber nicht mehr drehen. Mit 25:19 ging auch der dritte Satz an Gotha.


Aust als Grafinger MVP ausgezeichnet


Trotz der schwierigen Umstände zeigte die Mannschaft über weite Strecken großen Einsatz und versuchte, die Belastungen des Wochenendes auszublenden. Tim Aust wurde nach der Partie als MVP auf Grafinger Seite ausgezeichnet. Auf Seiten der Gastgeber erhielt Gothas Zuspieler Hannes Krochmann die MVP-Auszeichnung.


„Wir wussten, dass dieses Wochenende eine enorme Herausforderung wird. Nach dem schweren Spiel in Dachau, der langen Fahrt und den zusätzlichen Umständen war es heute vor allem eine Frage der Physis, der Kadertiefe und der mentalen Stärke. Wir haben gekämpft und versucht, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen. Gotha war heute in den entscheidenden Phasen einfach stabiler“, bilanziert Teammanager Marcus Bohle.


Für Volleyball Grafing endet damit ein außergewöhnlich intensives Wochenende mit zwei 0:3-Niederlagen. Nun gilt es, die Kräfte zu sammeln, die Erfahrungen aus den beiden Auswärtsspielen mitzunehmen und den Blick nach vorne zu richten.


Fighting Bayrisch – Volleyball Grafing!


Güttel (links) und Gumenjuk (rechts) beim Abwehrversuch. Foto: Gabi Fischer
Güttel (links) und Gumenjuk (rechts) beim Abwehrversuch. Foto: Gabi Fischer

 
 
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